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Häufige GTIN- und Produktkennungsfehler in Ihrem Shopping-Feed beheben

Fehlende, ungültige oder doppelte GTINs kosten Reichweite. So erkennen und beheben Sie typische GTIN- und Kennungsfehler in Google Shopping – und vermeiden sie.

Cagdas PolatCagdas Polat
7 Min. Lesezeit
Häufige GTIN- und Produktkennungsfehler in Ihrem Shopping-Feed beheben

Im umkämpften E-Commerce ist Ihr Produktfeed das digitale Rückgrat Ihrer Werbestrategie. Er ist die entscheidende Verbindung zwischen Ihrem Sortiment und Plattformen wie Google Shopping, Facebook und Amazon. Ein perfekt optimierter Feed kann Sichtbarkeit und Umsatz in die Höhe treiben. Ein fehlerhafter Feed dagegen führt zu Produktablehnungen, verschwendetem Werbebudget und großem Frust. Zu den häufigsten und folgenreichsten Problemen, mit denen Händler zu kämpfen haben, gehören GTIN-Fehler.

Produktkennungen sind die universelle Sprache des globalen Handels, und die Global Trade Item Number (GTIN) ist ihr wichtigster Dialekt. Wenn diese Kennungen falsch sind, fehlen oder fehlerhaft formatiert sind, können Shopping-Kanäle Ihre Produkte nicht korrekt kategorisieren oder anzeigen. Das schadet nicht nur Ihrer Performance, sondern kann auch zu Warnungen auf Kontoebene führen.

Dieser Leitfaden ist Ihre umfassende Ressource, um die häufigsten Fehler bei GTINs und Produktkennungen zu verstehen, zu erkennen und zu beheben. Wenn Sie Ihre Produktdaten im Griff haben, wird Ihr Feed zu einem starken Wettbewerbsvorteil statt zu einer dauerhaften Belastung.

Was sind GTINs und warum sind sie so wichtig?

Bevor wir uns den Lösungen widmen, ist es wichtig zu verstehen, was GTINs sind und warum sie im E-Commerce-Ökosystem so viel Gewicht haben. Eine GTIN ist eine weltweit eindeutige Nummer zur Identifizierung von Handelsartikeln. Es ist die Nummer, die Sie unter dem Barcode auf der Produktverpackung finden. Je nach Produkt und Region gibt es GTINs in mehreren Formaten:

  • UPC (Universal Product Code): Eine 12-stellige Nummer, die überwiegend in Nordamerika verwendet wird.
  • EAN (European Article Number): Eine 13-stellige Nummer, die vor allem außerhalb Nordamerikas verwendet wird.
  • JAN (Japanese Article Number): Eine 8- oder 13-stellige Nummer, die in Japan verwendet wird.
  • ISBN (International Standard Book Number): Eine 10- oder 13-stellige Nummer, die ausschließlich für Bücher verwendet wird.

Für Shopping-Kanäle sind GTINs der entscheidende Schlüssel, um genau zu verstehen, was Sie verkaufen. Deshalb sind sie bei den meisten Produkten unverzichtbar:

  • Genauer Produktabgleich: Google nutzt GTINs, um Produktdetails, Bilder und Kundenbewertungen aus seinem umfangreichen Katalog abzurufen. Eine korrekte GTIN stellt sicher, dass Ihr Produkt dem richtigen Eintrag zugeordnet wird, was seine Glaubwürdigkeit und Attraktivität erhöht.
  • Bessere Anzeigenplatzierung: Produkte mit korrekten GTINs kommen für prominentere und vielfältigere Anzeigenplatzierungen infrage, einschließlich Vergleichslisten und SERP-Features. Das führt direkt zu mehr Sichtbarkeit.
  • Bessere Performance: Wenn Plattformen das genaue Produkt kennen, können sie Ihre Anzeigen relevanteren Nutzern zeigen, was zu höheren Klickraten (CTR) und besseren Conversion-Rates führt.
  • Ablehnungen vermeiden: Die meisten großen Plattformen schreiben GTINs für alle massenproduzierten Artikel vor. Wer keine oder eine falsche GTIN angibt, riskiert schnell eine Produktablehnung.

Häufige GTIN-Fehler in Ihrem Feed erkennen und beheben

Der erste Schritt zu einem gesünderen Feed ist die Diagnose des Problems. In Ihrem Konto im Google Merchant Center ist der Tab „Diagnose“ Ihr bester Freund. Er markiert Produkte mit Problemen und liefert konkrete Fehlermeldungen. Sehen wir uns die häufigsten GTIN-Fehler und ihre Behebung im Einzelnen an.

1. Fehlende GTIN [`identifier_exists` ist 'true']

Dies ist einer der eindeutigsten GTIN-Fehler. Die Plattform erkennt, dass Ihr Produkt zu einer Art gehört, die eine GTIN haben sollte (z. B. ein Markensneaker), aber das GTIN-Attribut in Ihrem Feed ist leer. Sie haben angegeben, dass eine Kennung existiert, sie aber nicht mitgeliefert.

  • Warum es passiert: Oft handelt es sich um ein Versehen bei der Dateneingabe, einen unvollständigen Export aus Ihrer E-Commerce-Plattform oder darum, dass diese Information nicht beim Lieferanten eingeholt wurde.
  • So beheben Sie es: Die Lösung besteht darin, die richtige GTIN zu finden. Prüfen Sie die physische Verpackung oder den Barcode des Produkts. Wenn Sie das Produkt nicht vorliegen haben, wenden Sie sich direkt an den Hersteller oder Ihren Lieferanten. Als letzter Ausweg können Online-Tools zur Barcode-Suche manchmal helfen, doch prüfen Sie die Nummer nach Möglichkeit immer anhand einer offiziellen Quelle. Sobald Sie die richtige GTIN haben, aktualisieren Sie das entsprechende Produkt in Ihrem Feed.

2. Ungültiger GTIN-Wert

Dieser Fehler tritt auf, wenn die im GTIN-Feld angegebene Nummer nicht der Standardstruktur einer GTIN entspricht. Sie ist möglicherweise zu kurz, zu lang, enthält Buchstaben oder hat eine falsche „Prüfziffer“ – die letzte Ziffer der Folge, die den Rest der Nummer mathematisch validiert.

  • Warum es passiert: Die häufigste Ursache sind einfache Tippfehler. Weitere Gründe sind, dass das GTIN-Feld versehentlich mit einer internen SKU, einer Herstellerartikelnummer (MPN) oder einfach einer beliebigen Zahl befüllt wurde. So ist etwa „123456789“ als UPC ungültig, weil eine UPC 12 Ziffern haben muss.
  • So beheben Sie es: Gleichen Sie die Nummer zunächst sorgfältig mit dem Barcode des Produkts ab, um Tippfehler auszuschließen. Achten Sie darauf, keine Bindestriche oder Leerzeichen einzufügen. Um sicherzugehen, nutzen Sie ein Online-Tool zur GTIN-Validierung. Solche Tools zeigen Ihnen sofort, ob Struktur und Prüfziffer der Nummer korrekt sind. Ist die Nummer grundsätzlich falsch, müssen Sie die richtige GTIN beim Hersteller beschaffen.

3. Falsche GTIN für das Produkt (oder die Variante)

Dieser Fehler ist subtiler. Die übermittelte GTIN ist strukturell gültig, gehört aber zum falschen Produkt. Ein klassisches Beispiel ist die Verwendung der GTIN eines blauen T-Shirts (Größe M) für das Angebot desselben T-Shirts in Rot (Größe L).

  • Warum es passiert: Das ist ein häufiges Problem bei Produkten mit Varianten (Größe, Farbe, Material). Ursache können Fehler beim Kopieren und Einfügen während der Dateneingabe oder eine fehlerhafte Logik bei der Feed-Erstellung sein, bei der die GTIN eines „Eltern“-Produkts auf alle seine „Kind“-Varianten angewendet wird.
  • So beheben Sie es: Das erfordert eine sorgfältige Prüfung Ihrer Produktdaten. Merken Sie sich diese entscheidende Regel: Jede eindeutige, verkäufliche Variante muss eine eigene, eindeutige GTIN haben. Sie dürfen eine GTIN nicht für verschiedene Farben oder Größen wiederverwenden. Sie müssen jeder einzelnen Variante in Ihren Quelldaten (z. B. in Ihrer Shopify- oder Magento-Plattform) die richtige GTIN zuordnen, damit Ihr Tool zur Feed-Erstellung für jeden Artikel die richtige Kennung übernimmt.

4. Mehrdeutige GTIN (von mehreren Produkten verwendet)

Dieser Fehler ist eng mit dem vorigen verwandt. Er wird gemeldet, wenn Sie für zwei oder mehr verschiedene Produkte im selben Feed und für dasselbe Zielland exakt dieselbe GTIN übermitteln – zum Beispiel dieselbe GTIN für einen Kopfhörer und eine Computermaus.

  • Warum es passiert: Das ist fast immer ein Fehler im Datenmanagement, bei dem eine GTIN versehentlich in mehrere Produktzeilen Ihrer Tabelle oder Datenbank kopiert wurde.
  • So beheben Sie es: Ermitteln Sie die doppelte GTIN. Eine Feed-Management-Plattform wie Feedance erleichtert das, da Sie Ihre Produkte nach GTIN sortieren und filtern können. Sobald Sie sie gefunden haben, müssen Sie für jedes betroffene Produkt die richtige, eindeutige GTIN ermitteln und Ihren Feed entsprechend aktualisieren.

5. Nicht unterstützter Wert [`identifier_exists` ist 'false']

Diese Fehlermeldung ist etwas tückisch. Hier haben Sie Google ausdrücklich mitgeteilt, dass das Produkt keine GTIN hat, indem Sie das Attribut `identifier_exists` auf 'false' gesetzt haben. Das System von Google hat jedoch Hinweise darauf gefunden, dass das Produkt (anhand seiner Marke und Kategorie) eine haben sollte.

  • Warum es passiert: Händler verwenden `identifier_exists`:`false` häufig für Produkte, die Sonderanfertigungen, Vintage-Artikel oder Einzelstücke sind. Dieser Fehler tritt auf, wenn dieser Wert fälschlicherweise für massenproduzierte Artikel etablierter Marken verwendet wird. Sie können zum Beispiel keinen neuen Nike-Schuh verkaufen und behaupten, er habe keine Kennung.
  • So beheben Sie es: Seien Sie ehrlich in Ihren Daten. Das Attribut `identifier_exists`:`false` sollte nur für tatsächlich einzigartige Artikel verwendet werden, denen nie eine GTIN zugewiesen wurde. Für alle anderen Produkte müssen Sie die richtige GTIN und MPN ermitteln. Ändern Sie das Attribut in `true` (oder entfernen Sie es, da `true` der Standardwert ist) und geben Sie die gültigen Kennungen an.

Eine proaktive Strategie zur Vermeidung von GTIN-Fehlern

Fehler im Nachhinein zu beheben ist notwendig, sie von vornherein zu vermeiden ist jedoch weit effizienter. Ein proaktiver Ansatz im Datenmanagement spart Ihnen unzählige Stunden und verhindert Umsatzverluste.

Eine zentrale Datenquelle („Single Source of Truth“) schaffen

Ihre Produktdaten sollten an einem zentralen, zuverlässigen Ort liegen – sei es ein PIM-System (Product Information Management), ein ERP oder auch eine gut strukturierte Master-Tabelle. Wenn Daten über mehrere Dateien und Abteilungen verstreut sind, sind Inkonsistenzen und GTIN-Fehler unvermeidlich.

Regeln zur Datenvalidierung einführen

Warten Sie nicht, bis Google Ihnen ein Problem meldet. Nutzen Sie eine leistungsfähige Feed-Management-Plattform, um Regeln zu erstellen, die Ihre Daten vor der Übermittlung automatisch validieren. Sie können beispielsweise eine Regel einrichten, die jedes Produkt markiert, dessen GTIN-Feld nicht genau 12 oder 13 Ziffern enthält, oder eine Regel, die Sie warnt, wenn dieselbe GTIN mehr als einmal verwendet wird.

Eng mit Lieferanten zusammenarbeiten

Die besten Daten kommen direkt von der Quelle. Etablieren Sie einen klaren Prozess, um von Ihren Herstellern und Lieferanten vollständige und korrekte Produktinformationen zu erhalten, einschließlich der GTINs aller Varianten. Machen Sie dies zu einem verpflichtenden Teil Ihres Onboarding-Prozesses für neue Produkte.

Über GTINs hinaus: ein Hinweis zu MPN und Marke

Die GTIN ist zwar die wichtigste Kennung, doch zwei weitere sind ebenfalls entscheidend: Marke und MPN (Manufacturer Part Number, Herstellerartikelnummer). Für die meisten Produkte verlangt Google mindestens zwei dieser drei Kennungen.

  • Marke: Der Markenname des Produkts. Er muss korrekt und einheitlich sein.
  • MPN: Ein eindeutiger alphanumerischer Code, den der Hersteller vergibt, um ein bestimmtes Produkt innerhalb seines Sortiments zu identifizieren.

Wenn Sie tatsächlich keine GTIN angeben können (etwa bei manchen Eigenmarkenprodukten oder Industrieteilen), ist eine solide Kombination aus Marke und MPN die nächstbeste Option. Erfinden Sie diese Nummern jedoch niemals. Falsche Kennungen anzugeben ist ein Richtlinienverstoß, der zur Sperrung des Kontos führen kann.

Die Komplexität von Produktfeeds mag abschreckend wirken, doch die Behebung von GTIN-Fehlern gehört zu den wirkungsvollsten Maßnahmen, um die Performance Ihrer Shopping-Kampagnen zu verbessern. Diese Kennungen sind keine willkürlichen Zahlen; sie sind das Bindeglied, das Ihre Produkte mit einem globalen Marktplatz kaufbereiter Kunden verbindet.

Möchten Sie, dass jemand Ihren Feed noch einmal prüft? Wir gehen ihn gemeinsam mit Ihnen durch und zeigen Ihnen die Lücken vor Ihrer nächsten Einreichung.
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Cagdas Polat
Geschrieben von
Cagdas Polat

Mitgründer von Feedance, wo er seinen Hintergrund als Computeringenieur und Marketer nutzt, um analytische Erkenntnisse voranzutreiben. Mit einem klaren Fokus darauf, Daten in umsetzbare Strategien zu verwandeln, unterstützt er Marken dabei, im digitalen Umfeld deutlich zu wachsen.

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