Multichannel-Marketing bezeichnet die gleichzeitige Bewerbung und den Verkauf von Produkten über mehrere Marketingkanäle – Suchanzeigen, Marktplätze, Social Commerce, Affiliate-Netzwerke und E-Mail –, sodass Marken ihre Kunden dort erreichen, wo diese sich ohnehin aufhalten, anstatt sich auf einen einzelnen Shop oder eine einzelne Plattform zu verlassen. Jeder Kanal hat seine eigenen Datenanforderungen, Werbeformate und sein eigenes Nutzerverhalten. Eine erfolgreiche Multichannel-Strategie bedeutet daher, dass dieselben Produktinformationen mehrfach neu aufbereitet und veröffentlicht werden, anstatt sie nur einmal zu posten und dann unbeachtet zu lassen. Händler, die dies erfolgreich umsetzen, reduzieren so ihre Abhängigkeit von Algorithmusänderungen einzelner Plattformen oder steigenden Werbekosten.
Warum Multichannel-Marketing für das Wachstum im E-Commerce wichtig ist
Die Fokussierung auf einen einzigen Kanal birgt Risiken: Eine Richtlinienänderung auf einem Marktplatz, ein sprunghafter Anstieg der Klickkosten in der bezahlten Suche oder ein Algorithmus-Update auf einer Social-Media-Plattform können unbemerkt die Umsätze schmälern, die ein Händler als stabil betrachtet hatte. Die kanalübergreifende Nachfragegenerierung ermöglicht es zudem, Käufer in verschiedenen Phasen ihrer Customer Journey zu erreichen – Preisvergleichende auf einem Marktplatz, Stöbernde in sozialen Medien, Stammkunden per E-Mail – und jeweils passende Botschaften zu verwenden. Die damit verbundenen Betriebskosten sind jedoch beträchtlich: Jeder zusätzliche Kanal bedeutet ein anderes Feed-Format, andere Anforderungen an Bilder und Titel sowie eine weitere Möglichkeit, Lagerbestände oder Preise zu verändern, wenn diese nicht zentral über ein Kanalmanagement verwaltet werden.
Wie Multichannel-Marketing funktioniert
In der Praxis wird ein zentraler Produktkatalog mithilfe regelbasierter Zuordnung in mehrere kanalspezifische Feeds umgewandelt – beispielsweise durch Kürzen von Titeln an die Zeichenbegrenzung eines Marktplatzes, Umrechnen von Währungen für regionale Shops oder Ausschließen vergriffener Artikel aus einem Social-Media-Katalog, während sie weiterhin an anderer Stelle gelistet bleiben. Einzelhändler, die große Werbeaktionen durchführen, müssen Werbemittel genauso schnell generieren wie Daten. Karacas Black-Friday-Kampagne, die in dieser Fallstudie detailliert beschrieben wird , zeigt, wie das in großem Umfang aussieht: 10,000 markenspezifische Werbemittel wurden innerhalb von zwei Stunden statt Tagen kanalübergreifend erstellt. Affiliate-Netzwerke gehören häufig ebenfalls zu diesen Kanälen. Daher nutzen Affiliate-Marketing- Programme in der Regel dieselbe zugrunde liegende Feed-Infrastruktur wie bezahlte und organische Kanäle.
Beispiel
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<title>Ceramic Nonstick Frying Pan - 10 Inch</title>
<link>https://example-shop.com/products/ceramic-frying-pan-10in</link>
<g:price>34.99 USD</g:price>
<g:availability>in stock</g:availability>
<g:custom_label_1>channel:marketplace,social,affiliate</g:custom_label_1>
<g:custom_label_2>promo:black-friday</g:custom_label_2>
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Das custom_label_1 Das Feld hier kennzeichnet, für welche Kanäle dieses spezifische Element geeignet ist, sodass eine einzige Datenquelle Ausschlüsse oder Einschlüsse für jedes Ziel steuern kann, anstatt für jede Plattform eine separate Datei zu pflegen.
Verwandte konzepte
Multichannel-Marketing erfordert ein effizientes Kanalmanagement , um Preise und Lagerbestände überall dort einheitlich zu gestalten, wo ein Produkt angeboten wird. Häufig wird Content-Syndication eingesetzt , um denselben angereicherten Produktinhalt auf verschiedenen Plattformen zu verbreiten, ohne ihn jedes Mal neu erstellen zu müssen. Affiliate-Programme, die separat behandelt werden , sind in der Regel nur ein Teilbereich dieses umfassenderen Kanalmixes und stellen keine eigenständige Strategie dar.